1. Was ist die Gruppenwasserversorgung Perg und Umgebung?
Die Gruppenwasserversorgung Perg und Umgebung ist ein Wasserverband, der mehrere Gemeinden gemeinsam mit Trinkwasser versorgt.
Sie wurde 1973 gegründet und ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts.
Ziel ist es, die Bevölkerung zuverlässig, sicher und leistbar mit Trinkwasser zu versorgen.
2. Welche Gemeinden werden vom Wasserverband versorgt?
Der Wasserverband versorgt die Gemeinden Allerheiligen im Mühlkreis, Arbing, Naarn im Machlande, Mitterkirchen im Machland sowie die Stadt Perg. Das Trinkwasser stammt aus gemeinsamen Verbandsanlagen. Die Verteilung innerhalb der Orte übernehmen anschließend die jeweiligen Gemeinden.
3. Woher kommt das Trinkwasser der Region?
Das Trinkwasser stammt aus mehreren Brunnenanlagen im Verbandsgebiet. Diese fördern Grundwasser aus unterschiedlichen Tiefen. Durch mehrere Standorte wird eine sichere und stabile Wasserversorgung gewährleistet.
4. Was ist die Brunnenanlage Dirnwagram?
Die Brunnenanlage Dirnwagram ist die erste Brunnenanlage des Wasserverbands. Sie wurde zwischen 1977 und 1979 errichtet und ist bis heute in Betrieb. Hier beginnt für viele Haushalte der Weg des Trinkwassers.
5. Was bedeutet Schutzzone 1 bei einer Brunnenanlage?
Die Schutzzone 1 ist der sensibelste Bereich rund um eine Brunnenanlage. Sie ist eingezäunt, damit keine Tiere oder Fremde eindringen können. In diesem Bereich gelten strenge Regeln, um das Grundwasser zu schützen.
6. Warum ist das Wasserschutzgebiet so wichtig?
Wasserschutzgebiete schützen das Grundwasser vor Verunreinigungen. Im gesamten Verbandsgebiet umfassen diese Schutzflächen rund 233 Hektar. Nur so kann langfristig sauberes Trinkwasser gesichert werden.
7. Was ist ein Horizontalfilterbrunnen?
Ein Horizontalfilterbrunnen nimmt Wasser nicht von oben, sondern seitlich aus dem Boden auf. In Dirnwagram verlaufen die Filterstränge in etwa 11 Metern Tiefe und sind bis zu 50 Meter lang. Diese Bauweise sorgt für eine besonders natürliche Wassergewinnung.
8. Wie ist der Brunnen Dirnwagram aufgebaut?
Der Brunnen besteht aus einem Stahlbetonschacht mit rund vier Metern Durchmesser. Im Inneren arbeiten fünf Unterwasserpumpen. Sie fördern das Wasser aus den horizontalen Filtersträngen in das Versorgungssystem.
9. Wie wird die Qualität des Trinkwassers sichergestellt?
Die Wasserqualität hat höchste Priorität. Jährlich werden rund 100 Wasserproben entnommen und im Labor untersucht. Dabei wird das Wasser sowohl chemisch als auch bakteriologisch kontrolliert.
10. Wird das Trinkwasser chemisch aufbereitet?
Nein, das Trinkwasser wird grundsätzlich nicht chemisch aufbereitet. Es stammt aus geschützten Grundwasservorkommen und ist von Natur aus sauber. Nur in Ausnahmefällen, etwa nach Hochwasserereignissen, waren kurzfristige Maßnahmen nötig.
11. Wie gelangt das Wasser vom Brunnen bis ins Haus?
Das Wasser wird aus den Brunnen zu Hochbehältern gepumpt. Von dort aus fließt es über Transport- und Versorgungsleitungen zu den Gemeinden. Die Gemeinden verteilen das Wasser schließlich bis zu den Haushalten.
12. Warum gibt es Hochbehälter wie Perg oder Arbing?
Hochbehälter speichern Trinkwasser und sorgen für gleichmäßigen Druck. Sie sichern die Versorgung auch bei hohem Verbrauch. Außerdem dienen sie als Puffer bei Störungen oder Wartungsarbeiten.
13. Was passiert bei einem Stromausfall oder Blackout?
Der Wasserverband ist auf Stromausfälle vorbereitet. Es stehen mobile Notstromaggregate sowie Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern zur Verfügung. So kann die Wasserversorgung auch bei längeren Ausfällen aufrechterhalten werden.
14. Wie finanziert sich der Wasserverband?
Der Wasserverband ist nicht gewinnorientiert. Er finanziert sich ausschließlich durch den Verkauf von Trinkwasser an die Mitgliedsgemeinden. Überschüsse werden für Wartung, Rücklagen und zukünftige Investitionen verwendet.
15. Warum ist der Wasserverband kein normales Unternehmen?
Der Wasserverband versteht sich als kommunaler Dienstleistungsbetrieb. Seine Aufgabe ist die sichere Grundversorgung mit dem „Lebensmittel Nr. 1“ – Trinkwasser. Im Mittelpunkt stehen Versorgungssicherheit, Qualität und Leistbarkeit für alle.
